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Ulrich Meyer vor dem Abschied

Liebe Gemeinde, auf den Tag genau werden es mehr als 24 Jahre sein. Wer kann sich daran noch erinnern was vor über 24 Jahren gewesen ist? Es muss schon ein sehr persönliches, entscheidendes und veränderndes Ereignis eintreten an das Mann und Frau sofort denkt.

Am 01.04.1994 wurde ich, Ulrich Meyer als Gemeindediakon in der Tätigkeit eines Gemeindepädagogen in der Evangelischen Kirchengemeinde Beerfelden eingestellt. Ich habe an diesem Arbeitsplatz nun über 24 Jahre in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Beerfelden im heutigen Dekanat Odenwald, vor 24 Jahren Dekanat Erbach meinen Dienst getan. Nachdem ich zwei Jahre im CVJM Mainkreisverband in Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet als Jugendreferent tätig war habe ich nach der Heirat weitere 5 Jahre in zwei Gemeinden im Westerwald und bevor ich im Odenwald begonnen habe weitere 5 Jahre in der Wetterau im damaligen Dekanat Bad Vilbel als Dekanatsjugendreferent gearbeitet.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die ersten Fahrten aus dem Rhein-Main-Gebiet in den Odenwald nach Beerfelden. Die private Wohnungssuche und die Einrichtung des Büros in den kirchlichen Gebäuden waren schon  spannend. Mein Büro war im evangelischen Kindergarten, heute Kindertagesstätte, dann auf der Bühne, in einem Jugendraum und bis heute im evangelischen Gemeindehaus.

Mit Freude erinnere ich mich an all die vielen Begegnungen, Aktionen, Fahrten, Freizeiten, Gruppen und Kreise. Es gab den Kinderfilmtreff schon vor über 24 Jahren in Beerfelden und er ist bis heute noch ein Angebot in den Monaten von September bis April für Kinder ab 6 Jahren gemeinsam Kinoatmosphäre zu schnuppern. Das Angebot von Kindergottesdiensten in den verschiedenen Ortsteilen mit Gestaltung von verschiedenen Gottesdiensten und die Krippenspiele sind heute noch im Sensbachtal und Gammelsbach Tradition. Der kälteste Ort in den Anfangsjahren war die kleine Kirche in Finkenbach, wenn dort das Krippenspiel geprobt wurde. Die Konfirmandenarbeit, der Konfirmandenunterricht, die Elternabende und die Rüstzeiten im Kloster Höchst, auf der Burg Breuberg, auf der Burg Hohen Solms oder in Neckarzimmern waren jährlich mit immer wieder wechselnden ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und Pfarrer/innen herausfordernde Tage. „Sonne, Strand und Meer“ das wurde über ein Jahrzehnt für viele Jugendliche in den Sommerferien ein Trend, 14 oder 16 Tage ab in den Süden, Korfu über mehrere Jahre, Italien, Kroatien und Schweden jeweils nur einmal und im Winter gab es Skifreizeiten.

In den Jahren gab es viele personelle Veränderungen und Wegbegleiter. Einen Zivildienstleistenden (ZIVI), eine (FSJ) Mitarbeiterin im freiwilligen sozialen Jahr, einen Hausmeister, haben wir heute nicht mehr und die Wechsel im Gemeindebüro und unter den Pfarrern und Pfarrerinnen sorgte in meiner Arbeit für reichlich Abwechslung.

Eine enge Zusammenarbeit bei den Ferienspielen der Stadt Beerfelden mit der städtischen Kindertagesstätte, mit der Kinder- und Jugendpflege Odenwald und auf Dekanatsebene beim Jugendkirchentag in Michelstadt. Auf ökumenischer Ebene hat der Jugendkreuzweg Freitag vor Karfreitag schon eine Tradition für Konfirmanden und katholische Jugendliche im Dekanat. In den letzten vier Jahren ist die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege der Stadt Beerfelden, heute Stadt Oberzent und der evangelischen Jugend Beerfelden immer weiter ausgebaut worden.

Die neu gestalteten Jugendräume im in die Jahre gekommenen evangelischen Gemeindehaus geben ein Beispiel dafür was Tolles, mit jugendlichen Ideen entstehen kann. Auch die Aktion rund um den Apfel hat trotz Mangel an Früchten im dritten Jahr wieder Apfelsaft für die Jugendarbeit erbracht.

Es hat sich in einem viertel Jahrhundert viel verändert und auch ich selbst habe mich mit der Zeit verändert (bin viel älter geworden) und dem möchte ich nun Rechnung tragen. Herzlichen Dank für diese Zeit und die vielen Begegnungen in ihr. Ich möchte in den vorgezogenen Ruhestand gehen und meinen Dienst in diesem Jahr beenden. Für den 22. April 2018 ist ein Abschiedsgottesdienst in Beerfelden in der Martinskirche geplant.

Ulrich Meyer


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